Anschaffungsdarlehen


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Infos

Der Ratenkredit / Anschaffungsdarlehen

Beim Ratenkredit sind die Zinsen von entscheidender Bedeutung. Daher sollten Sie als Kunde die Konditionen der verschiedenen Banken und Anbieter vergleichen, denn sie unterscheiden sich mitunter ganz erheblich. Bereits ein Zinsunterschied von nur einem Prozent kann bei einer Kreditsumme von 10.000 Euro und einer Laufzeit von 3 Jahren einen Preisunterschied von mehreren hundert Euro ausmachen!
Ein Ratenkredit lohnt sich für jeden Kreditnehmer, wenn größere Anschaffungen anstehen, wie zum Beispiel der Kauf eines Autos, einer Wohnungseinrichtung oder auch größere Kosten für den Zahnersatz anfallen. Einige Personen überlegen bei kurzfristig auftretenden Kosten das Girokonto zu überziehen, und den eingeräumten Dispositionskredit in Anspruch zu nehmen. Diese Alternative lohnt sich jedoch nur, wenn das benötigte Geld zwei Monatsgehälter nicht übersteigt. Im anderen Fall ist der Raten- oder Konsumentenkredit aufgrund der günstigeren Zinsen eine wesentlich bessere Alternative.

Der Ratenkredit wird nach der Bewilligung in monatlich festen Raten zurückgezahlt, und der Kreditnehmer behält somit den Überblick über die anfallenden Kosten. Je nach den finanziellen Möglichkeiten können Laufzeiten von 12-74 Monaten gewählt werden, welche somit auch die monatlichen Kosten reduzieren können. Nach Möglichkeit sollte jedoch jeder Kreditnehmer darauf achten, dass man die Laufzeit so kurz wie möglich wählt, denn damit fallen auch die zu zahlenden Zinsen wesentlich geringer aus.

Damit der Kreditnehmer die anfallenden Kosten für einen Ratenkredit so gering wie möglich halten kann, sollte ein Vergleich durchgeführt werden, bei dem man vor allem ein Augenmerk auf den Effektivzins wirft, welchen die Banken verlangen. Der Effektivzins enthält gegenüber dem Nominalzins alle weiteren Kosten, wie die Bearbeitungsgebühren, Kreditvermittlungskosten oder anfallenden Versicherungsprämien.

Bedingungen für die Ratenkredit-Vergabe

Prinzipiell ist ein Ratenkredit einfach aufgebaut. Man stellt einen Kreditantrag in einer bestimmten Höhe, für diesen Kredit muss man der Bank bestimmte Sicherheiten geben können und über ein festes Einkommen verfügen. Bedingung: der Antragsteller darf keinen negativen Eintrag in der Schufa haben. Kommt der Kreditvertrag zu Stande wird der Betrag zuzüglich der anfallenden Zinsen in monatlichen Raten über eine bestimmte Laufzeit hinweg abbezahlt, bis man wieder schuldenfrei ist. Ein Ratenkredit eignet sich also nicht für alle Personengruppen, weil es bestimmte Konditionen gibt und auch nicht jeder die benötigten Voraussetzungen wie die Sicherheit ausreichend erfüllen kann.

Personengruppe

Selbstständige und Freiberufler müssen in der Regel einen Nachweis über ihr Einkommen erbringen, aus dem ersichtlich ist, dass sie voraussichtlich dazu in der Lage sein werden, die Raten zu begleichen. Außerdem kann es in vielen Fällen sein, dass Selbstständige mehr Zinsen bezahlen müssen, um die fehlende Sicherheit im Einkommen auszugleichen.

Bei Rentnern ist es ähnlich, da sie meist nur ein sehr geringes Einkommen haben. Daher bekommen sie oftmals einen Kredit nur in einer bestimmten Höhe gewährt. Meist können Rentner aber bestimmte Sicherheiten vorweisen (z.B. Eigentumswohnung), was sich vorteilhaft auswirkt. Besonders ist bei Rentnern außerdem, dass es bei vielen Kreditinstituten ein Höchstalter für die Kreditvergabe gibt, das zwischen 60 und 70 Jahren liegt. Liegt es bei 70 Jahren muss die Laufzeit des Kredites entsprechend gering sein, wenn man ihn beispielweise mit 65 abschließen möchte. Rentner haben allerdings die Möglichkeit, einen Ratenkredit aufzunehmen, bei dem ihre Kinder oder andere Angehörige als Bürgen eingesetzt werden und somit die Restschuld auf sich nehmen, wenn der Kreditnehmer dazu nicht mehr in der Lage ist.

Ideale Laufzeiten

Für jeden Kreditnehmer kann es sich nicht nur in Bezug auf die Zinsen lohnen eine kürzere Ratenkredit-Laufzeit zu wählen, sondern ebenfalls im Bereich der anderen Kosten, wie zum Beispiel den Bearbeitungsgebühren. Nicht nur für den Kreditnehmer bieten sich einige Vorteile, sondern auch für die Banken, denn diese honorieren das niedrigere Ausfallrisiko. Je länger die Laufzeit eines Ratenkredites ist, umso höher wird für die Banken das Risiko. Aus diesem Grund verlangen diese öfters den Abschluss einer Restschuldversicherung, was für den Kreditnehmer wiederum höhere Kosten bedeutet. Jeder Kredit sollte somit so schnell wie möglich durch den Kreditnehmer zurückgezahlt werden. Dies spart Zinsen, Gebühren oder zusätzliche Versicherungen.

Kreditnehmer, die sich keine hohen zusätzlichen Ratenkosten leisten können und somit aufgrund der zu hohen finanziellen Belastung eine relativ lange Laufzeit wählen müssen, sollten unbedingt einen umfassenden Vergleich über das Internet durchführen. In der Regel liegen die anfallenden Gesamtkosten bei einer Direktbank wesentlich geringer als bei der normalen Hausbank. Um eine gute Vergleichsmöglichkeit zu erhalten, sollte der Kreditnehmer immer auf den Effektivzins achten, denn dieser beinhaltet alle Kosten, die neben den normalen Zinsen anfallen. Je niedriger die Laufzeit und die Summe des abgeschlossenen Vertrages sind, umso günstiger wird im Endeffekt der aufgenommene Kredit.

Die Restschuldversicherung

Eine Restschuldversicherung ist für Kreditnehmer sinnvoll, wenn diese über eine Familie verfügen, und diese im Todes- oder Krankheitsfall absichern möchten. Die Restschuldversicherung zahlt die noch offene Kreditsumme, wenn der Kreditnehmer vor Ablauf des Vertrages verstirbt oder krank wird, und somit die zu zahlenden Raten nicht mehr aufbringen kann. Um die vorhandene Familie vor Forderungen durch die Bank zu schützen, empfiehlt sich der Abschluss einer Restschuldversicherung auf jeden Fall, denn diese zahlt im Krankheits- oder Todesfall die gesamte Restsumme aus. Vorteilhaft für den Kreditnehmer ist, dass die Summe für die Restschuldversicherung über die Kreditsumme mit finanziert wird, und somit nicht eine eigene Versicherung abgeschlossen werden muss, die wiederum zusätzliche monatliche Kosten verursacht.

Die Banken bieten den Kreditnehmern heute in der Regel drei unterschiedliche Arten der Restschuldversicherung an. Die Restschuldversicherung für den Todesfall, für Arbeitsunfähigkeit und Todesfall, oder für Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Todesfall. Vor allem die letzte Alternative ist besonders für Personen gedacht, die ihre Familie und sich selbst im Krankheitsfall vor finanziellen Engpässen schützen möchten.

Wie bei dem Ratenkredit selber lohnt sich jedoch für den Kreditnehmer auch in Bezug auf die Restschuldversicherung ein ausführlicher Vergleich, denn auch hier schwanken die anfallenden Kosten zum Teil erheblich.